Saturn

Der Name Saturn hat seinen Ursprung aus dem Lateinischen und wurde von dem Wort „serere“ abgeleitet, welches soviel wie säen bedeutet. Saturn ist der römische Gott des Ackerbaus, der Saat und des Obst- und Weinbaus, der mit einer Sichel dargestellt wird. Er stellt den Schutzherrn der jungen Aussaat dar. Schon früh ging Saturn in der Person des griechischen Kronos auf. Kronos ist der älteste Gott von allen, man bezeichnet ihn als Titan der griechischen Mythologie. Mit Saturn verbindet man die Vorstellung vom Herrscher eines goldenen Zeitalters, in dem er den Menschen den Ackerbau lehrte.

Seine Gattin ist die Ops, mit der er Vater des Jupiter ist. Als er Jupiter fressen wollte, wurde ihm statt dessen ein Stein untergeschoben. Dieser von Saturn verschlungene Stein wurde Gott der Grenzsteine mit dem Namen Terminus.

Danach stürzte ihn der Jupiter und Saturn entfloh nach Latium, wo er bei Janus Zuflucht fand. Hier ließ er sich auf dem Capitol nieder und begründete seine Herrschaft „Saturnia regna“, die als Goldenes Zeitalter galt.

Der Tempel des Saturn auf dem Forum Romanum ist eines der ältesten römischen Bauwerke überhaupt. Er wurde im Jahre 497 vor Christi gebaut und ist der meistverehrte Tempel Roms. Der Altar des Saturn stand dort am Fuß des Kapitols. Hier wurde später auch der Staatsschatz aufbewahrt. Aus diesem Grund nennt man ihn auch Aerarium. Von ihm sind heute noch 8 Granitsäulen erhalten.

Der Tempel des Saturns ist der Mittelpunkt von einem alten Wintersonnenwendfestes, welches man Saturnalien nennt. Dieses wurde dem Saturn zu Ehren in Rom gefeiert. Vom 17. bis zum 23. Dezember vertauschten Sklaven und Herren Kleidung und Rollen.

Saturn entspricht als der Gott, der seine Kinder frisst, dem griechischen Kronos und als Saatgott der Demeter.

Nach Saturn ist der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems benannt. Außerdem ist er nach einem Wochentag, den Samstag, benannt. Dieses wurde aus dem Englisch von Saturday abgeleitet.