Cubiculum
(Schlafzimmer)

In römischen Schlafzimmern waren nur wenige Möbel zu finden: Zum Abstellen der Sandalen lag vor dem Bett ein "cubile" (Matte oder Teppich), unseren heutigen Bettvorlegern ähnlich. Die am Tag getragene Kleidung legte man über einen Stuhl und die übrigen Kleidungsstücke wurden in einer Truhe aufbewahrt. Ganz wichtiger Einrichtungsgegenstand im Schlafzimmer waren Nachttöpfe oder -stühle.
Im alten Rom schliefen Ehepartner entweder zusammen in einem breiten Bett, sehr selten in zwei getrennten Betten im gleichen Raum oder aber, wie in wohlhabenden Familien üblich, in zwei getrennten Schlafzimmern. Die Ausstattung der Betten war unserem heutigen "Standard" schon ziemlich ähnlich: Auf der kreuzweise mit Gurten bespannten Liegefläche lag ein "torus" (Matratze) und ein mit Wolle oder (in reicheren Familien ) mit Schwanenflaum gefülltes Kopfkissen. Weiterhin gab es zwei Decken, die eine diente als Bettlaken, auf ihr streckte man sich aus, mit der anderen deckte man sich zu. Zahlreiche verzierungen schmückten Kopf- und Fußseite der Betten.
Die Schlafzimmer wurden von den Sklaven nach der Morgentoilette geputzt. Sie streuten Sägemehl auf den Fußboden und kehrten es mit dem Schmutz und Staub zusammen hinaus. Danach wurde gewischt, die Spinnweben wurden entfernt und eventuell vorhandene Glas- und Silbergefäße poliert.