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Circus Maximus
Kollosseum
Spiele im Kollosseum

Panem et circenses, also Brot und Spiele, waren gerade in der Kaiserzeit ein wichtiges Mittel, die Massen der stadtrömischen Bevölkerung für den jeweils herrschenden Kaiser einzunehmen. Denn neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln, also hauptsächlich mit Wasser aus den vielen Aquaedukten und Getreide, sorgten Unterhaltung und Abwechslung vom Alltag bei der plebs, also dem einfachen Volk, für Zufriedenheit.

 

Bereits 186 v. Chr. gab es Tierkämpfe, bei denen zunächst nur einheimische Tiere in improvisierten Arenen miteinander Kämpfen mussten. Mit der Ausdehnung des Weltreiches wuchs bei der Bevölkerung jedoch das Verlangen nach Extravagantem: Alle bekannten Tierarten wurden nach Rom geschafft, um in der Arena aufzutreten (und dabei normalerweise zu sterben). Bei einem Kampf in der Spätzeit des Imperiums (unter Kaiser Gordian III.) sollen einmal 32 Elefanten, 60 Löwen, 10 Tiger, 1 Nashorn, 1 Nilpferd, 30 Leoparden, 10 Hyänen, 10 Giraffen, 20 Wildesel, Bären und Eber in einer einzigen Show angetreten sein. Zur feierlichen Einweihung des Kolosseums sollen sogar 5000 Tiere ihr Leben gelassen haben.

 

Auch bei Theatervorstellungen wollten die Zuschauer das Sterben nicht nur aus dem Bühnenhaus hören, sondern es live erleben und dabei möglichst viel Blut sehen. Dies führte dazu, dass zum Beispiel der aus der Unterwelt hervorgestiegene Orpheus durch sein Lautenspiel tatsächlich wilde Tiere anlockte, die ihn anschließend zerfleischten. Auch Herkules fand am Ende eines Stückes wirklich auf einem Scheiterhaufen den Tod.

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