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Vergewaltigung von Frauen Leider gab es auch schon in der Antike Vergewaltigungen von Frauen. Die juristische Beurteilung einer Vergewaltigung hing dabei vom sozialen Status der Frau ab. So war die Vergewaltigung einer eigenen Sklavin in der republikanischen Zeit straffrei. Wäre es eine andere Sklavin gewesen, so hätte der Vergewaltiger nur eine Anklage wegen "Wertminderung" oder "Sachbeschädigung" und eine Geldbuße bekommen. Durch Vergewaltigung gelangten Frauen in eine oft unüberwindbare gesellschaftliche Isolation, da vergewaltigte Ehefrauen keine Garantie mehr für die Legitimität der Erben boten. Dies war mit einem Ehebruch gleichzusetzen. Die vergewaltigte Lucretia faßte daher die Entscheidung ihr Leben zu beenden, da sie ihre Keuscheit verloren hatte, und damit als Ehebrecherin galt. Aber nicht nur im bürgerlichen Leben der Antike fand man Hinweise auf Vergewaltigungen. In zahlreichen Mythen wird von Vergewaltigungen erzählt. So finden sich dem mythologischen Stoff entsprechend in Ovides "Metamorphosen" über 50 Vergewaltigungs-Erzählungen. |